Was passiert in einer Trauergruppe
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„Warum brauche ich eine Trauergruppe – es wird ja nur geweint.“

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Hände die sich berühren

Vielleicht glaubst du, dass du in Trauergruppen nur weinst und weinst.

Aber die Wahrheit ist eine andere.

Natürlich weinst du auch. Der Trauerprozess ist ein schmerzvoller Prozess. Für mich eine Heldenreise.

Eine Heldenreise, die durchwandert, erfahren und durchlebt werden muss, damit Veränderungen im Alltag stattfinden kann.

 

Wenn du deiner Trauer keinen Ausdruck gibst, du deine Gefühle nicht zulässt,

dich von deiner Umgebung und von deinen Mitmenschen zurückziehst,

könnte ein Gefühl der Gleichgültigkeit entstehen, nichts interessiert dich mehr,

nichts berührt dich mehr.

Freundschaften, Partnerschaften zerbrechen, weil keine Beziehung mehr erlebt werden kann.

Dies bringt dich immer tiefer in deinen Schmerz und in deine Einsamkeit.

 

Aber Trauer ist keine Krankheit.

Trauer benötigt in der Regel keine Medikamente, keine Therapie.

Trauer darf jedoch Begleitung erfahren!

 

In meinen Trauergruppen gehen wir gemeinsam durch den Trauerprozess.

Dieser individuelle Weg beinhaltet einige wichtige Schritte, die jeder in seinem eigenen Tempo gehen kann.

Dazu gehört:

  • das Begreifen und Akzeptieren des Verlustes

  • das Zulassen von Gefühlen

  • die eigene Trauer zu umarmen, und in dein Leben zu integrieren

  • dem Verstorbenen einen neuen Platz geben

  • Schritt für Schritt in ein neues, auf andere Art wieder gutes Leben zurückfinden.

Du erinnerst dich an gemeinsame Zeiten mit deinem lieben Verstorbenen. Du erzählst uns über gemeinsames Erlebtes und wir erfreuen uns mit dir über deine Erfahrungen. Und manchmal passiert es, dass diese Erinnerung dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

 

Erinnerungen sind wie kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.

In der Erinnerung leben Menschen in uns weiter.

 

Wenn du jetzt noch unsicher bist, ob eine Trauergruppe das Richtige für dich ist, dann höre auf deine innere Stimme.:)