Die große Leere……
7. Dezember 2019
Wieso haben einige Menschen Angst in eine Trauergruppe zu gehen!
9. September 2019

Warum das Fühlen deiner Trauer so wichtig ist!

Du wirst dich fragen, was daran wichtig sein soll?

Diese schmerzvollen Gefühle, immer wieder bewusst zu zulassen!

 

Deine Trauer ist eine Kraft.

Eine Kraft die dir hilft den Schmerz loszulassen.

Trauer öffnet unsere Herzen für die Kraft der Liebe. Damit wir das annehmen können, was uns nicht gefällt und was wird dennoch nicht ändern können.

Trauer ist eine Kraft von großer Tiefe, Weite und Weisheit. Denn wenn wir durch unsere Trauer gehen, erlangen wir Wertschätzung und Dankbarkeit für unsere Situation. Frieden entsteht und diesen benötigen wir,für einen Neubeginn in unserem Leben.

 

Ich kann dir aus den Erfahrungen vieler meiner Klienten und auch aus meiner eigenen Erfahrung sagen:

Dass, das Unterdrücken und wegdrücken meines Trauerschmerzes mein ganzes körperliches, emotionales und seelisches System in Ungleichgewicht brachte.

Ich vergifte meinen Körper und machte ihn damit krank.

Das Unterdrücken meiner Trauer vergiftet immer mehr meinen Körper.

Ich verschloss mich immer mehr vor diesem Schmerz und baute eine riesige Mauer um mich. Ich glaubte, dass ich mich hinter dieser Mauer vor diesem Schmerz schützen konnte.

Was ich aber in Wahrheit tat, ich sperrte mich, mit meinem Schmerz in mein selbst gebautes Gefängnis.

Diese schmerzvollen Gefühle sind nicht von Haus aus negativ. Diese Gefühle wollen von uns gesehen und gefühlt werden. Erst das Unterdrücken von negativen Gefühlen, belastet unser System und machen uns krank. Ein „ krank sein“ ist ein Aufschrei des Körpers, der mit der Enge, Schwere und dem Druck nicht mehr umgehen kann. Er möchte dich auf eine falsche Einstellung oder einen Richtungswechsel hinweisen.

Einige dieser Krankheitssymptome kannte ich selber sehr gut.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Verspannungen

Erkrankung des Bewegungsapparates

Magen und Darm Erkrankungen

Schlafstörungen

Depressionen sind einige davon.

Diesen einen Satz, den hörte ich viele Jahre, sicher kennst du in auch: -) „Mein Kind Glaube mir „Die Zeit heilt alle Wunden“ soll ich euch was sagen, dieser Satz ist BULL SHITE.

Die Zeit heilt keine Wunden – die Tatsache, dass ich meine Trauergefühle nicht annahm, in welcher Form sie sich auch zeigten, sie nicht fühlte – verschloss ich mich, immer mehr.

Ich verschloss mich vor Beziehungen zu meinen Angehörigen und Freunde die noch lebten. Ich gab ihnen das Gefühl der Gleichgültigkeit, dass mich nichts mehr interessiert. Ich rutschte immer mehr in die Einsamkeit und Isolation. Dadurch zerbrach fast eine Freundschaft.

Dieses „nicht fühlen“ meines Schmerzes verhinderte- dass ich diese Nähe und Verbundenheit zu meiner Mutter NICHT wahrnehmen konnte. Dabei war es das Einzige, was ich mir so sehr wünschte, ihr wieder nah zu sein. Ich erkannte nicht, dass dieser Verlustschmerz, den ich nicht fühlen wollte – nicht wusste wie? – mich von meiner Mutter und allen wundervollen Momenten die ich mit ihr gemeinsam Erlebte fernhielt. Dieses Spiel „des NICHT Fühlen“ meiner Trauer spielte ich fast 15 Jahre. Ich war mit meinen 29 Jahren im Burn-out und einige Zeit arbeitsunfähig.

 

Was mir wirklich half, waren 3 Dinge:

  1. Meine klare Entscheidung – aus diesen Zustand herauszukommen.

  2. Die genaue Anleitung, wie ich mit meinen schmerzvollen Gefühlen umgehen musste.

  3. Die Erfahrung und Erkenntnis, dass, das Fühlen meiner Trauer mich nicht umbringt, sondern Erleichterung und Frieden in mein ganzes emotionales und körperliches System brachte.

 

Du möchtest jetzt wissen, wie es geht?

 

Es ist wichtig, zu wissen, dass du nicht deinen Verstorbenen loslässt.

Sondern deinen Verlustschmerz.

Es geht nämlich nur um diesen Schmerz – um deine Trauer.

 

Diesen Schmerz gilt es anzusehen und ihn nicht wegzuschieben.

Ansehen bedeutet, egal welches Gefühl sich zeigt. „Es darf da sein“

Zu all deinen Gefühlen, die sich in deinem Körper befindet „JA“ zu sagen.

Dieses Gefühl, dass sich zeigt auch zu fühlen!

Fühlen bedeutet, wenn du weinen musst, dann weine… wenn du zornig bist, dann fühle deinen Zorn….wenn du körperlichen Schmerz fühlst wie Druck, fühle diesen Druck.

Annehmen bedeutet, alle Gefühle in dir (Schwere, Enge, Druck, Trauer, Angst…) – sind deine Gefühle und sie  gehören zu dir!

Sie brauchen dein „JA „

Schenke diesem Gefühl deine Aufmerksamkeit und beobachte wie es sich verändert.

Ich weiß, dies ist nicht leicht, aber es lohnt sich. 😊

 

Fühle deine negativen Gefühle….

 

  • Das dein gebrochenes Herz wieder heilen kann – deine Körper sich wieder erholt.

  • Damit DU wieder in deine Verbundenheit mit dir und mit dem Verstorbenen kommst.

  • Das DU in Dankbarkeit und Liebe auf die gemeinsame erlebte Zeit zurückblicken kannst – ohne von deinem Schmerz niedergedrückt zu werden.

  • Damit du mit deinen Angehörigen, ein ANDERES- zufriedenes GUTES LEBEN weiterlebst.

Der größte Wunsch eines Sterbenden ist, dass DU als Hinterbliebener ein zufriedenes glückliches Leben weiterlebst!